Begriff, Wesen, Charakteristika und Inhalte des viralen Marketings
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Begriff, Wesen, Charakteristika und Inhalte des viralen Marketings

Begriff, Wesen, Charakteristika und Inhalte des viralen Marketings

DEFINITION UND BEGRIFF \"VIRALES MARKETING\"

Mit Viral-Marketing verknüpfen viele Menschen beim erstmaligen Hören des Begriffs ein Themenkomplex mit spezifischem, elitärem und exklusiven Know-how-Background. Jedoch ist es im Grunde genommen eine leicht erfassbare Disziplin, welches sich mit ein wenig Neugier unproblematisch erschließen lässt und ebenso dem Bestand eigener Marketing-Maßnahmen zugefügt werden kann.

Mit einfachen Worten gesagt, beinhaltet Viral-Marketing alle Maßnahmen und Praktiken einer zielbewussten Steuerung und Kontrolle der Mund-zu-Mund-Propaganda zur Verbesserung der gesamten Vermarktung von Waren, Leistungen und des Unternehmens selbst. Virales Marketing bedient sich dabei aller Research- und Wissenschaftsbereiche, welche sich unmittelbar mit menschlichen Denk- und Verhaltensweisen beschäftigen, insbesondere der Seelenkunde, Sozialwissenschaften und Ansichten der Anthropologie [Marketing]. Dabei nimmt die Verbreitung der Botschaften sowohl in der Anzahl als auch der Geschwindigkeit zu – sinnbildlich des Wachstumsprozesses und der Infektionscharakteristiken von Viren oder Bakterien [viral]. Kurz gesagt: Viral-Marketing soll zur ungestümen Verbreitung des Produktes/ des brands beitragen und die Menschen \"anstecken\". Bekannte Beispiele hierfür sind das StudiVZ, die Tamagotchi, Teenie-Bands und alles andere was sonst noch den Weg in unser täglich Leben gefunden hat.

SONSTIGE EIGENHEITEN
Gerade mit der intensiven Kapitalisierung des Internets erfuhr das Viral-Marketing einen erneuten Boom. Verantwortlich dafür sind drei entscheidende Charakteristiken dieser Marketing-Methode – Geschwindigkeit, Duplizierbarkeit und die Instrumentalisierbarkeit.

GESCHWINDIGKEIT
Da sich die Mund-zu-Mund-Propaganda im Offline-Sektor für gewöhnlich sehr träge verhält, rückten eine Vielzahl an Betrieben in damals von dieser Marketing-Maßnahme ab. Die Verbreitungsgeschwindigkeiten waren zu gering und die Effekte auf die Absatzsteigerung waren zum einen nicht messbar, zum anderen die optionalen Kosten zu hoch. Die steigende Professionalisierung vor allem im E-Commerce-Bereich verschaffte dem Viral-Marketing neue Impulse. Dadurch dass Files im Netz in sekundenschnelle aufgespielt, bekannt gemacht und konsumiert werden konnten, gewann diese Idee wieder an Zustimmung. Presseportale, Foren und Blogs boten und bieten die MöglichkeitNeuigkeiten zeitnah überall zu verbreiten. In Zeiten kurzlebiger Informationen spielt für das Marketing die Geschwindigkeit eine treibende Kraft hinsichtlich der Existenz von Unternehmen und Produkten. Getreu des Mottos: Der Gewinn des Ersten ist der Erlös des Zweiten.

DUPLIZIERBARKEIT
Die Duplizierbarkeit ist ebenfalls eines der bedeutensten Kennzeichen zum Gebrauch des Viral-Marketings im Online-Feld. Musste man im Offline-Bereich für gleiche Marketingkampagnen in TV, Funk- oder Printwesen Unsummen bezahlen um die kritische Masse (Durchbrechungspunkt) zu erreichen, erschienen die Preise im Online-Vertrieb gar läppisch im Gegensatz zu althergebrachten Werbekanälen. Sie können im Internet Informationen theoretischhypothetisch unendlich oft vervielfältigen und erreichen somit eine höhere Ausbreitung als gewohnt. Zwar sind die Möglichkeiten durch die weiterhin fortwährende Kommerzialisierung ein wenig eingeschränkt worden (Verknappungsprinzip, Ausschliesslichkeitsprinzip), jedoch können Sie in Kombination mit anderen Marketing-Instrumenten und -kanälen starke Vervielfältigungseffekte erzielen. Einher mit der Duplizierbarkeit geht auch der Multiplikations-Faktor in Form einer Potenzierung.

INSTRUMENTALISIERBARKEIT
Hier trennt sich laut Langner & Schmahl das virale Marketing vom echten Empfehlungsmarketing ab. Letzteres bedingt eine gründliche, bereits im Vorfeld getätigte Auseinandersetzung mit dem Produkt bzw. der Dienstleistung. Im Viral-Marketing erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Objekt/ der Botschaft meist kurzfristig, situativ und ist somit instrumentalisierbar. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Geschwindigkeit, die Kopierbarkeit und die Zahl der EmpfängerRezipienten aus.

Auch ist nach der Art des Konsum- bzw. Beteiligungsverhaltens zu differenzieren. Aktives Beteiligungsverhalten ist dann erfüllt, wenn der Empfehlende selbst das Produkt/ die DL/ die Marke weiterempfiehlt, meist in Form von Glücksspielen, Interessengemeinschaften oder gezielter Reklame. Ein passives Beteiligungsverhalten kennzeichnet die bloße Erwähnung des Gegenstandes ohne gesonderte, fokussierende Handlungen. Viral-Marketing kann zusätzlich durch den kommerziellen Empfehlungscharakter Interfaces zum Affiliate-Marketing offenbaren. Dies ist dann erfüllt, sobald Entgelte zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit sind.

Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen finden Sie auf unserer Internetpräsenz www.perfekte-website.de.
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Autor: Christian Jäger
04. Apr. 2009