Marderschutz für Autos
Wie kommt es zu solch sinnloser Zerstörung? Gummiteile enthalten doch wenig nahrhafte Stoffe und können auch nicht schmecken. Die Theorie besagt, dass junge Marder meist ihrem ausgeprägten Spieltrieb an diesem Ort frönen. Der Motorraum gewährt den Schutz einer Höhle – das natürliche Rückzugsgebiet von Mardern. Eine weitere plausible Theorie, die aber nicht wissenschaftlich untermauert ist, hängt mit dem Revierverhalten der männlichen Tiere zusammen. Wenn ein Rüde einen Motorraum mit seiner Duftmarke versehen hat und eine weiteres Tier dringt in das Revier ein, so ist der Geruch des Vorgängers ein Grund, das Revier zu verteidigen. Aggressive Bisse sollen den Widersacher vertreiben. Dass Marderschäden vor allem im Frühjahr und Herbst gemeldet werden, der Zeit der Revierkämpfe sowie der Paarungszeit, unterstütz diese Theorie.
Wohnt man direkt im Revier eines Marders, kann die Reparatur dieses Schadens schnell teuer werden, denn nicht jede Autoversicherung deckt diese Art des Schadens. Oft greift auch die Selbstbehaltsklausel und man muss trotz der Teilkasko den Schaden selbst begleichen. Um gar nicht erst an so einen Schaden zu gelangen, gibt es einige vorbeugende Mittel.
Als einfachstes Mittel kann der Motorraum mit Geruchsstoffen präpariert werden, die den Marder fernhalten. Dabei reicht das Angebot von Hundehaaren, über Katzenhaare und Knoblauchzehen bis hin zum „Verpiss-Dich-Spray“, welches ursprünglich für Katzen konzipiert wurde. Auch Marder-Paste soll den Marder auf Geruchsebene lahmlegen und einen wirkungsvollen Marderschutz gewährleisten. Diese duftenden Mittel haben allerdings eine sehr umstrittene Wirkung. Einige Autobesitzer setzen eher auf mechanische Barrieren wie Hasendraht oder Folienknäuel unter dem Auto.
Der Handel hält eine von Autofahrern gern genutzte Möglichkeit zur Marderabwehr bereit. Mittels Ultraschall werden über eine Elektronik die Tiere ferngehalten. Das Gerät sendet in bestimmten zeitlichen Intervallen Ultraschall-Signale aus. Es gibt auch mittlerweile ein Gerät, welches nur bei Bewegungen unter dem Auto die Signale abgibt.
Sollte das alles nicht funktionieren, kann eine Marderfalle dazu genutzt werden, dem Tier sobald es etwas anknabbert, einen leichten Stromschlag zu versetzen – das Prinzip funktioniert ähnlich dem des Weidezauns. Der Stromschlag ist für Menschen ungefährlich und veranlasst den Marder dazu, das Auto in Zukunft zu vermeiden.
Es gibt viele Mittel und jeder muss das richtige und wirksame für den persönlichen Gebrauch finden.
Hits: 680
Autor: Bernhard Heß
20. Nov. 2008
Autor: Bernhard Heß
20. Nov. 2008
techeins.de

