Gratisproben als Marketingstrategie
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Gratisproben als Marketingstrategie

Gratisproben als Marketingstrategie

Niemand hat etwas dagegen, etwas geschenkt zu bekommen. Im Gegenteil, gerade über einen unverhofften Vorteil freut man sich besonders, zumal, wenn dieser ohne besondere Anstrengungen erzielt werden konnte. Diesem Prinzip menschlichen Verhaltens folgen auch seit vielen Jahren Firmen, welche eigentlich etwas anderes vorhaben, als Geschenke zu verteilen, da sie ja eigentlich Geld verdienen wollen, indem sie ihre Waren verkaufen. Es geht dabei um kostenlose Proben, die viele Unternehmen herstellen und an die Kundschaft verteilen lassen. Eigentlich scheint dieses Konzept irrsinnig zu sein, denn wer etwas verschenkt, verdient nichts daran. Oberflächlich betrachtet mag dies zunächst zutreffen, doch schaut man etwas genauer hin, wird man merken, wie raffiniert und doch simpel diese Werbestrategie ist.

Denn der Verbraucher freut sich nicht nur über das unerwartete Geschenk, er probiert es auch aus. Und wenn er damit zufrieden ist, wird er sich unter Umständen auch dazu entschließen, es selbst zu kaufen. In diesem Fall ist die Strategie der Produktproben bereits erfolgreich aufgegangen. Aber daneben beinhaltet sie auch weiter Vorzüge. Bei den Verbrauchern hinterlässt es einen positiven Eindruck, dass sie anscheinend selbst testen können, ob ihnen das Produkt zusagt, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Und dieser Eindruck spricht sich herum und sorgt letztendlich bezüglich der Firma für einen guten Ruf, der wiederum mehr Neukunden erwarten lässt. Der Gewinn, für welchen eben diese sorgen, ist bei einer vernünftig geführten Werbekampagne weitaus höher als die Ausgaben, welche für die Herstellung und Verteilung der Gratisproben aufgebracht werden mussten. Allerdings darf man nicht vergessen, dass diese Strategie nur dann zum Erfolg führt, wenn die entsprechenden waren auch halten, was sie versprechen. Denn niemand kauft ein Produkt, mit welchem er nach dem Testen nicht vollkommen zufrieden war.
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Autor: Michale Zapf
22. Jun. 2008