Innovationen im Konsumgüterdesign
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Innovationen im Konsumgüterdesign

Innovationen im Konsumgüterdesign

Innovative Konsumgüter des alltäglichen Bedarfs müssen vor ihrer Markteinführung so gestaltet werden, dass der Kunde sie als ansprechend empfindet. Dahinter steckt ein geschickt ausgearbeitetes Verfahren, in dem Marktforschungsanalysen, Wirtschaftlichkeitsprognosen und Anwenderfeedback zusammengeführt werden, um die gewonnenen Ergebnisse zu einem optimalen Produkt zu machen. Es ist somit also nicht selten, dass mehrere Agenturen am gleichen Auftrag arbeiten.
Um einen Kompromiss zwischen ansprechender Produktästhetik und Nutzbarkeit des Produkts zu schließen, wird im Konsumgüterdesign und Industriedesign für gewöhnlich unter dem Schlagwort „Form follows function“ gearbeitet. Die Produktdesigner müssen ihre Überlegungen so konzipieren, dass die Funktionsfähigkeit des Produkts vollends gegeben ist. Erst um dieses Funktionsgerüst herum darf das eigentliche Design erfolgen.
Diesem Gerüst nun eine äußere Form zu geben, die gleichzeitig als interessant oder innovativ empfunden wird, ist der eigentliche und formgebende Prozess namens Konsumgüterdesign.
Will das Industriedesign den Anwender aber von neuen Dingen überzeugen können, muss erforscht und getestet werden, wie man dem potentiellen Kunden diese Innovationen möglichst schmackhaft machen kann, und wie man ihn dazu bewegt in einem vernünftigen Rahmen mehr Geld für mehr Funktionalität oder verbesserte Handhabung eines Produkts zu bezahlen.
Wenn teurere Produktionswege im Endpreis nicht an den Kunden weitergegeben werden sollen, muss auch die Fertigungstechnik gewinnoptimiert sein und sich stetig weiter entwickeln. Auch die Materialforschung ist im Konsumgüterdesign stetig gefragt: die Werkstoffe aus denen ein Produkt besteht, müssen kostengünstig eingekauft werden und sie müssen den Anforderungen des Produkts gerecht werden. Daher muss Innovation nicht nur bei der Produktidee selbst erfolgen, sondern auch bei allen an der Produktion beteiligten Arbeitsschritten, von der Materialbeschaffung über Fertigungstechnik bishin zum Vertrieb des Endprodukts.
Um Innovation und Anwendernachfrage nach solchen Neuerungen in gesundem Maßstab zueinander einzuhalten, sind die im Industriedesign tätigen Agenturen folglich gefordert, sich stetig über Werbemaßnahmen, technische Fortschritte und natürlich die Kundenmeinungen auf dem Laufenden zu halten. Erst wenn dieses Zusammenspiel reibungslos funktioniert, kann ein durch Konsumgüterdesign erschaffenes innovatives Konzept auch Früchte tragen.
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Autor: Patrick Berger
28. Oct. 2008