Schmuck mit Peridot
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Schmuck mit Peridot

Schmuck mit Peridot

Schmuck mit dem lebhaft grünen Peridot, auch als Olivin bezeichnet, wirkt besonders gut zu leichter sommerlicher Kleidung. Passend dazu ist der Peridot der Monatsstein des August.

Schon im frühen 2. Jahrtausend vor Christus fertigten die Ägypter Schmuck mit Peridot, der damals aus einer Fundstelle auf einer kleinen Vulkaninsel im roten Meer stammte. Diese befindet sich etwa auf der Höhe von Assuan, ca. 70 Kilometer vor der ägyptischen Küste. Um 1900 entdeckte man diese Fundstelle wieder, aber inzwischen ist sie schon lange ausgebeutet.

Auch die alten Römer liebten diesen leuchtend grünen Edelstein und bezeichneten ihn als den ?Smaragd des Abends?, weil er sein Leuchten auch in künstlichem Licht beibehält. In mittelalterlichen Kirchen ziert der Peridot manche wertvollen Gerätschaften, zum Beispiel einen Schrein im Kölner Dom. Im Barock blühte wiederum die Liebe zu diesem Edelstein, der dann jedoch etwas in den Hintergrund trat.

Als vor wenigen Jahren in der Kaschmir-Region eine Lagerstätte mit spektakulären Steinen mit einer wunderbaren Transparenz und herrlicher Farbe entdeckt wurde, lebte die Beliebtheit des Peridot wieder auf. Die Qualität der Steine aus dieser Fundstelle stellt alles, was man bisher an Peridot kannte, in den Schatten. Und die Funde auf dieser in rund 4000 Metern Höhe in unwirtlichen klimatischen Bedingungen liegenden Stelle sind trotz der schwierigen Abbaubedingungen lohnend und sehr ergiebig. Aus diesem ?Kaschmir-Peridot? wurden schon unvergleichliche Einzelsteine von über 100 Karat geschliffen.

Treten die meisten Edelsteine in verschiedenen Farben auf, so gibt es Peridot nur in Grün in verschiedenen Schattierungen, die von Eisenbeimischungen bestimmt werden. Sehr selten gibt es Peridot mit Katzenaugen-Effekt und Stern-Peridot.

Neben der neuen Fundstelle in der Kaschmir-Region gibt es Peridot auch in China, Myanmar, Afrika, Australien und den USA. Die Steine aus Myanmar sind besonders lebhaft hellgrün mit einem seidigen Schimmer, während die Steine aus den USA, aus Arizona, eher eine gelbliche oder goldbraune Färbung des Grüntones aufweisen. Indianer verwenden Peridot gern für ihren Schmuck.

Für den Edelsteinschleifer hat der Peridot einige Tücken, da der Rohkristall auf Grund von Spannungen im Inneren der Kristalle leicht springt. Dennoch wird er in allen möglichen phantasievollen Facettenschliffen angeboten, aber auch als Cabochon, besonders wenn es sich um Steine mit Einschlüssen handelt. Als Schmuck ist der Peridot unkompliziert und erfordert keine besondere Pflege.
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Autor: Susan Mueller
10. Jan. 2008